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Handgefertigt, Fair Trade:
Schützen Sie die Tradition des Handwerks in Palästina
World Fair Trade Day 2008

Palästinensisches Handwerk: Eine kurze Geschichte
Seit Tausenden von Jahren kommen die Pilger in das Heilige Land für seine religiösen Werte, die es für die Christen, Muslime und Juden darstellt. Viele christliche Pilger besuchen die Kirche des Heiligen Grabes in Jerusalem und die Geburtskirche in Bethlehem. Deren Wunsch, örtliches Handwerk als lang anhaltendes Souvenir an ihren Besuch mit nach Hause zu bringen, ermutigte und unterstützt lokale Handwerkstraditionen.

Die Skulptur der religiösen Gegenstände aus Olivenholz (Krippen, Kruzifixe, Rosenkränze, etc.) ist seit Jahrhunderten ein zentrales Element dieser Traditionen. Perlmutt wurde durch Franziskanermönche in die Region eingeführt, die im vierzehnten Jahrhundert nach Bethlehem kamen. So konnten feine handwerklich hergestellte Schmuckstücke zum Repertoire der bemalte Keramik, mundgeblasenem Glas und zart bestickter Stoffe  hinzugefügt werden... alles war, und bleibt, beliebte handgemachte Souvenirs aus Palästina.
Das Handwerk wurde von Generation zu Generation weitergegeben und ist tief in der Kultur und zeitgenössischen palästinensischen Gesellschaft verankert. Es ist zu einem wesentlichen Teil unserer Identität und unseres künstlerischen Selbstausdrucks geworden.

Aktuelle Themen für Handwerk

In unserer Region - Bethlehem und seine Nachbarorte von Beit Sahour und Beit Jalla – ist die traditionelle Handwerkskunst immer mehr bedroht. Viele Workshops sind am Rande der Schließung. Artisans können sich nicht mehr leisten, hier zu leben und viele wandern ins Ausland aus, um ein besseres Leben zu finden. Einige der größten Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen:

Der Wettbewerb zwischen den Workshops
- Die Workshops unterbieten ihre Preise gegenseitig, um so viele Kunden wie möglich anzuziehen.
- Es gibt kein Copyright-Gesetz, die Rechte der Autoren zu schützen, und so übernehmen die Workshops Ideen und Produkte von anderen.

Der Mangel an Touristen
- Aufgrund der politischen Situation,  Überquerung viele Touren die Westbanks und Bethlehem nicht.
- Die Mauer von 9 Metern Höhe, die sogenannte "Sicherheitsbarriere", schüchtert mit den beeindruckenden Checkpoints die Touristen ein.
- Viele Touristen zögern,  Bethlehem mit ihren heiligen Stätten zu besuchen  da die Propaganda  wiederholt, wie gefährlich es in den Westbanks ist,  und verbreitet den Mythos, dass alle Palästinenser Terroristen sind . Wenige Menschen erkennen, dass Bethlehem eine dynamische und gut ausgebildete Bevölkerung hat, darunter viele Christen.

Die Kosten für Rohstoffe
- In den letzten Jahren sind die Rohstoffpreise drastisch gestiegen. Zum Beispiel hat sich der Preis für  hochwertiges Perlmutt fast verdreifacht. Es ist schwierig für Shop-Besitzer, in  großen Mengen zu   kaufen. Sie zahlen einen hohen Preis und haben nur niedrigen Gewinn.

Internationaler Handel
- In den vergangenen 10 Jahren hat sich der Export von Kunsthandwerk im Heiligen Land deutlich erhöht. Dies ist sehr vorteilhaft für die Bereiche, die durch den drastischen Rückgang der Einnahmen durch den Tourismus fast verwüstet wurde. Allerdings hat dies auch einen nachteiligen Effekt auf viele lokale Workshops, die nicht über die Mittel oder die Kontakte zu international Exportorganisationen verfügen. Der Zwispalt zwischen reichen und armen Workshops wird  immer größer.
- Viele große Verkaufsstellen haben Familie im Ausland, die zu sehr niedrigen Preisen in kleinen lokalen Geschäften kaufen und verkauft nach Westen mit riesigem Gewinn. DieEndverkäufer haben  die grossen Vorteile, aber die kleinen Geschäfte sehen davon nichts. Sie leiden weiter und kommen oft nur schwer über die Runden.

Die Vorteile von Fairtrade für palästinensisches Handwerk

- Hilfe bei der Aufrechterhaltung fairer und stabiler Preise.
- Um ihre Fairtrade-Zertifizierung zu erhalten, ist es den Workshops  nicht erlaubt, sich an einem scharfen Preiswettbewerb zu beteiligen.
- Handwerker arbeiten mit Gewinn, da sie für ihre Arbeitszeiten, ihre Fähigkeiten und Kreativität kompensiert werden.
- Touristen und internationale Kunden wissen, dass die von ihnen gekauften Produkte zu einem fairen Presi erstellt wurden.
- Die lokale Bevölkerung  gewinnt durch ein regelmäßigen Einkommen gesichert, und ist so weniger versucht zu emigrieren.

Hilfe, Diskriminierungen in der Gemeinschaft zu  reduzieren

Die Grundsätze des Fairtrade fordern, dass alle unsere Handwerker und Hersteller gleichermaßen, unabhängig von ihrer Religion, Rasse oder Geschlecht behandelt werden. Für uns bedeutet es nicht in erster Linie einen Workshop oder Produkte zu fördern weil die Handwerker Christen oder Muslime sind. Die Zusammenarbeit für Werbung, Produktion und Verkauf hilft uns, diese Art von Diskriminierung zu überwinden.
Fair Trade betont auch die Rolle der Frauen in der Belegschaft. In eher traditionellen Gemeinschaftenist  die Rolle der Frauen im Allgemeinen begrenzt auf den häuslichen Bereich. Aufgrund  wirtschaftlichem Drucks haben  sich die Möglichkeiten ergeben, (manchmal auch Druck), die Frauen außerhalb des Haushaltes zu arbeiten. Mit dem Fair Trade ist sichergestellt, dass ihre Arbeit genauso gültig und respektiert wird, und ihre Vergütung  auch fair ist.

Eine Werkstatt unserer Kooperationspartner  konzentriert sich auf die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen, die sonst nicht die Möglichkeit zu arbeiten hätten, geschweige denn die Möglichkeit einer persönlichen künstlerischen Entwicklung. Unsere Gemeinschaften sehen leider manchmal  die Behinderten als Belastung und nicht als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft oder gar potentiell produktiv. Der Fair Trade ermutigt uns, diese Ungleichheiten zu bekämpfen.

Umweltfragen

Fair Trade setzt auf nachhaltige und umweltfreundliche Produkte. Wir versuchen, diese Fragen in unterschiedlicher Weise zu beantworten:
- In Bezug auf die Umwelt, sind handgemachte Einzelteile wesentlich umweltfreundlicher als jene, die in Masse produziert werden.
- Die von uns verwendeten Materialien sind natürlich, organisch und lokal, wann immer möglich, wie Olivenholz.
- Das oben genanntenAtelier stellt seine Grußkarten aus Altpapier her, und wir versuchen alle zusammen,  Verpackungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Abschluss
Fairer Handel hat viele positive Auswirkungen auf unsere Geschäfte und unsere lokalen Gemeinschaften , und half den Rückgang unserer künstlerischen Traditionen zu verhindern. Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns im Hinblick auf die Erhaltung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Handwerks damit die künftigen Generationen es weiter verwenden.

Menschen aller Welt können über unsere Produkte lernen, informieren und  vielleicht sogar durch den Kauf unserer Produkte helfen, dieses traditionelle und umweltrfreundliche Handwerk am Leben zu halten und es weiter gedeihen zu lassen.

Handwerk Genossenschaft im Heiligen Land
Beit Sahour Shepherds 'Field
P. O. Box 20
Beit Sahour
Tel: 0097222773087/9
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
www.holyland-handicraft.org





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